Trinkwasser in Hülzweiler

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Im Jahr 2013 vor 100 Jahren wurde das "Wasserwerk Hülzweiler" errichtet.

Foto: Hans Günter Groß, 30.03.2013

 

Aufgenommen in der "Denkmalliste des Saarlandes":
Zum Schützenberg, Flur 6, Flurstück 135/3, Wasserbehälter, 1913
(Einzeldenkmal)

Am 08. Februar 1913 reiste Bürgermeister Neis nach Trier und verhandelte mit dem Geheimen Regierungsrat Hartmann über eine Beihilfe für dieses Bauvorhaben. Im selben Jahr wurde nun auf den Höhen des Schützenbergausläufers das große “Wasserbassin" gebaut. Von der ebenfalls neu errichteten Pumpenstation in der Brunnenstraße wurde das Wasser der bereits 1909 gebauten Wassereinzugsstollen im Bereich Peterborn nach dort gepumpt und so zu den einzelnen Hausanschlüssen geleitet.

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Die Deichelsbrücke

In den Jahren um 1840 litt die Gemeinde Schwalbach unter Wassermangel. Durch den vermehrten Kohleabbau wurde dem Ort Wasser entzogen. In einer Bittschrift wandte sich die Gemeinde Schwalbach an den Kronprinz von PreuBen‚ der ein eifriger Förderer der Gruben war und bat um Hilfe. Im Jahre 1845 wurde durch Allerhöchsten Befehl die‚ Expropriation (Enteignung), der Wasserquellen auf Peterborn‚ also in Huizweiler‚verfügt. Eine Rohrleitung wurde nach Schwalbach zu den Dorfbrunnen gebaut. Um die Talsenke der Schwarzbach zu überbrücken wurde eine schmale Brücke gebaut und in ihr die erforderlichen Deicheln (Rohre) gelegt. Die Brücke wurde aus Sandsteinen und Backsteinen gebaut. Nach dem letzten Krieg wurde das Bauwerk durch eine Erdaufschüttung abgedeckt und ist in ihrem ursprünglichen Zustand nicht mehr sichtbar. Die alte Brucke war eine Grenzbrücke‚ westlich und östlich von ihr standen drei Grenzsteine‚ von denen leider der östliche‚ nahe Schwarzenholz nicht mehr vorhanden ist. (Text und Skizze von Otto Wilhelm)

Bilder und genaue Lage finden Sie, wenn sie hier klicken: zu den Bilder

Im Jahr 1844 wurden in Vorbereitung der Enteignung bereits eine Planung für die Wasserversorgung von Schwalbach aus "Wilre"  durch den "Königlichen Geometer" durchgeführt.

Hier jetzt der "Situations und Nivellements Plan" für die "Brunnenleitung" vom Peterborn zum Schwalbacher Dorfbrunnen. Angefertigt durch den königlichen Geometer im Jahr 1844:

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100 Jahre Leitungswasser in Hülzweiler

Einladung:

Feierstunde am Sonntag, 8. September 2013
Zeit: 15:30 Uhr

Wo: "Bassin" auf dem Schützenberg (oberer Parkplatz am Friedhof) Der "Heimatkundliche Arbeitskreis" wird in Zusammenarbeit mit der "Gemeinde Schwalbach" anlässlich der Errichtung des "Bassins" vor 100 Jahren eine Feierstunde durchführen. Zu dieser Feierstunde sind alle Bürgerinnen und Bürger recht herzlich eingeladen. Dieses Ereignis war einst die wichtigste Wegmarke zur Versorgung von Hülzweiler mit Leitungswasser. Das problematische Thema Trinkwasser begleitet unseren Ort über Jahrhunderte bis in die nahe Vergangenheit. Umso mehr sollten wir uns heute darüber freuen, dass wir jetzt sicher mit Wasser versorgt werden.

Brunnen in der Brunnenstraße, wie es früher war Der Briefmarkenverein "Briefmarkensammlerverein Hülzweiler und Umgebung e.V." wird an gleicher Stelle zu diesem Anlass ein "Sonderpostamt" einrichten. Dort können Sie eine anlassbezogene Postkarte erwerben und auch versenden.

Weitere Besonderheit zum "Tag des offenen Denkmals": Der Bassin wir anlässlich dieser Feier geöffnet. Mehr zum Thema: www.Trinkwasser.von-Huelzweiler.de

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Das ‘Wasser von Hülzweiler‘

Auszug aus dem "Lesebuch" von Otto Wilhelm von 2011

Foto: Hans Günter Groß, 30.03.2013

lm Jahre 1844 erschien im Verlag Mathieu in Köln ein Lesebüchlein des Lehrers Jean Paul Mathias mit dem Titel "Die Beschreibung unseres Landkreises" . Mathias beschrieb, wie hieß mit Genehmigung der weltlichen tind geistlichen Behörden, den Landkreis Saarlouis.

Auf Seite 23 seines Büchleins finden wir folgenden Text:
"Die Bürgermeisterei Fraulautern bildet einen schmalen Streifen der Saar entlang. Zu ihr gehören die Orte Fraulautern, Roden. Hülzweiler, Dillingen und Pachten. Hülzweiler liegt an einem Bergabhang am Lochbach. Das Dorf hat eine schöne Kirche. Es hat 640 Einwohner, aber dein Dorf fehlt es an Wasser." Mit dem Hinweis, dem Dorf fehle es an Wasser, wird auf ein Problem hingewiesen, welches unsere Dorfgeschichte bis in das 20.jh begleitet. ln den Friedenszeiten nach den napoleonischen Kriegen war die Bevölkerung rasch gewachsen und die Versorgung der Menschen und ihres Viehbestandes in Hülzweiler ein mühseliges Unterfangen geworden. Der Lochbach und der alte Lorenzbtorn waren die beiden Wasserstellen, die im Dorf vorhanden waren. Das Wasser musste mit Eimern und anderen Gefäßen für viele Haushaltungen oft mehrere hundert Meter herbeigeschafft werden. Kam es jedoch zu einem trockenen und heißen Sommer, so floss das Wasser des Lochbaches oft nur spärlich, und die Wassernot war groß. So lesen wir in einem alten Dokument, dass der Mühlenbesitzer Peter Henry Klage führt. da das Wasser seines Mühlteiches nicht mehr ausreicht, die Mühle zu betreiben. (Wir schreiben das Jahr 1830). Eine Wasserleitung oder größere Dorfbrunnen gab es damals in Hülzweiler noch nicht.

   

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