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Zusammenfassung geschichter Werdegang

(Herausgeber: Kath. Pfarramt „St. Laurentius“ Hülzweiler 1999

Redaktionelle Bearbeitung: Heinz Bernard, Günther Altmaier, Otmar Fechler)

Zum ersten Mal in seiner wechselvollen, über tausenjährigen Geschichte wird Hülzweiler in der Wallfahrtsliste des Erzbischofs Ruotbert von Trier (931 – 956) als „wilre“ erwähnt. In dieser Liste, die leider im Original nicht mehr vorhanden ist, werden alle aufgeführten Pfarrorte verpflichtet, jährlich am Sonntag nach Christi Himmelfahrt nach dem Kloster Mettlach zu wallfahren. Diese Liste wurde stets erweitert, so auch von Erzbischof Albero (1132 – 1152) und später von Erzbischof  Theoderich von Trier (1212 – 1242) abgeschrieben und beglaubigt. In diesem „Transsumpt“, in dem 76 Orte aufgeführt sind, wird auch unser  „wilre" genannt. In dieser letzten Ausfertigung ist ausdrücklich von „eclesiae parochales“, von Pfarrkirchen die Rede. Es ist also mit Fug und Recht anzunehmen, daß schon zur damaligen Zeit in „wilre“ eine Kirche stand, die erste Vorläuferin unserer Pfarrkirche.

Aus dem Jahre 1513 stammt dann eine Urkunde, die unsere Pfarrei alleine betrifft.

In ihr heißt es: „ Die Collatur gehört dem Abt zu Tholey, und wurdt der Kirchendienst jetzt durch einen Pfarrherrn von Roden versehen.“ Dieses Collaturrecht ging später auf das Kloster Fraulautern über.

Im Visitationsbericht vom 27.10.1618 wird zum ersten Male von einer Pfarrkirche in „Hultzweiler“ gesprochen und St. Laurentius als Schutzpatron erwähnt. Diese Urkunde spricht von 70 Kommunikanten. Das Collaturrecht besaß die Abtei Fraulautern, welche die Prämonstratenser von Wadgassen, die Augustiner von Wallerfangen sowie benachbarte Priester mit der Seelsorge beauftragte. Von dem Standort und der Größe dieser Kirche ist nichts bekannt. Es ist die erste urkundlich belegte Vorgängerin unserer Pfarrkirche.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde unser Ort vollständig zerstört. In den Zinsbüchern der Abtei findet sich folgender aufschlußreicher Eintrag des Propstes:

„ 1656 – Hültzweiler ist Itzo Vnbewohnt wegen Kriechsläufft.“

Es sollte bis zum Jahre 1671 dauern, ehe sich wieder die ersten vier Haushaltungen in Holtzweiler ansiedelten. Eine Kirche hat es zu jener Zeit nicht gegeben. Die Seelsorge wurde von dem Saarwellinger Pfarrer wahrgenommen. Deshalb finden wir alle Tauf- und Heiratseintragungen der ersten Hülzweiler Einwohner der Jahre 1681 – 1698 im Kirchenbuch der Pfarrei Saarwellingen.

Die Einwohner von Hülzweiler gaben sich damit aber nicht zufrieden. Sie bauten sich wieder eine eigene Kirche. Im  Jahre 1715 wurde dann von  Weihbischof  von Eyß „ die Kirche von Hülzweiler zur Pfarrkirche erhoben“

Die Äbtissin von Fraulautern, Anna Maria von Geisspitzheim, ließ diese im Jahre 1725 wegen Baufälligkeit abreißen und auf der gleichen Stelle eine neue Kirche errichten, die am 24.09.1739 zu Ehren des Hl. Laurentius und des Hl. Wendalinus eingeweiht wurde. Sie stand auf dem gleichen  Platz, auf dem heute das DRK Gästehaus steht. Laut Visitationsbericht vom 15.06.1829 war dieses Gotteshaus, das für rund 150 Einwohner errichtet worden war, stickig, muffig und viel zu klein geworden, so daß ein Kirchenneubau anempfohlen wurde.

Nach jahrelangen Streitigkeiten innerhalb des Kirchenrates über den Standort der neuen Kirche einigte man sich schließlich auf den Platz in der Ortsmitte, an dem auch ihre Nachfolgerin, die heutige Pfarrkirche steht, so daß 1836 mit dem Neubau begonnen werden konnte. Am 17.12.1837 wurde die neue Kirche, die 29 m lang und 11 m breit war, eingeweiht. Sie bot den 600 Einwohnern von Hülzweiler ausreichend Platz. Siebzig Jahre später war sie aber wieder  viel zu klein geworden.

   

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© Hans Günter Groß