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Unsere neue Kirche 1909

Altar Laurentiuskirche nach 1909

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100 Jahre St. Laurentiuskirche

Pfarrer Peter Grefrath brachte den Bau des Hülzweiler Gotteshauses auf den Weg

Vor 100 Jahren wurde die St. Laurentiuskirche in Hülzweiler eingeweiht, danach dauerte es noch drei Jahre, bis sie durch Weihbischof Karl Schrod feierlich konsekriert wurde. Den Neubau auf den Weg gebracht hatte Pfarrer Peter Grefrath.

Von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald

Sie ist zwar etwas fleckig, aber ansonsten in einem guten Zustand und das obwohl sie über 100 Jahre alt ist. Die Rede ist von einer Postkarte, abgeschickt im September 1908 von Pfarrer Peter Grefrath. Er war Pfarrer in Hülzweiler und mageblich daran beteiligt, dass der Ort eine neue Kirche bekam. Auf der Karte ist eine Zeichnung des Bauwerkes zu sehen, wie es heute das Ortsbild prät. Das Besondere daran: Die Postkarte zeigt das fertige Bauwerk, das ein Jahr später erst Realität wurde. Die Postkarte ist im Besitz von Heimatforscher Otto Wilhelm. "Eine echte Rarität", wie er meint. Nur drei Exemplare gebe es davon noch. Der Heimatforscher hat die Geschichte der St. Laurentiuskirche aufgezeichnet. 100 Jahre ist es her, als sie eingeweiht wurde. Als Pfarrer Grefrath die Postkarte verschickte, wurde in Hülzweiler gerade erst die Grundsteinlegung gefeiert. Der damalige Architekt wusste offensichtlich ganz genau, wie das fertige Bauwerk aussehen soll, so sei auch die Exaktheit auf der Karte zu erklären. "Als Erbauer der Laurentiuskirche wird immer wieder Pfarrer Grefrath genannt", erklärte Wilhelm in einem Bericht in dem Mitteilungsblatt "Unsere Heimat". Doch die Weichen für einen Neubau habe bereit Pfarrer Johann Friedrich Flesch gestellt, der bis 1907 in Hülzweiler wirkte. Er sei es auch gewesen, der sich um einen finanziellen Grundstock kümmerte, warb mit dem damaligen Ortsvorsteher Nikolaus Strauß für das Bauvorhaben und konnte viele Spender finden. Allerdings tat sich Flesch mit der eigentlichen Planung der Kirche schwer und stieß mit seinen Plänen in Trier immer wieder auf Ablehnung. Als dann endlich die positive Nachricht des Bistums kam, war der Pfarrer bereits todkrank. Er starb im Februar 1907. Fleschs Nachfolger, Pfarrer Grefrath, war bestrebt, den Neubau der Kirche voranzutreiben, allerdings mit neuem Architekt und neuen Plänen. Im Herbst 1908 wurde der Grundstein gelegt, auf dem steht: "Erbaut im Jahre 1909, unter Beibehaltung des alten Turmes von 1837". Die neue Kirche wurde quasi um die im Verhältnis dazu winzig kleine Kirche herum gebaut. "Das Innere der Kirche, mit einem Hauptschiff und zwei Seitenschiffen im Einklang mit drei Altären, in Verbundenheit mit den Türmen und den drei Portalen, ist eine herausragende Form der Trinität im Gesamtbild der neobarocken Kirche", erklärt Wilhelm. Am 20. Juli 1912 wurde die St. Laurentiuskirche durch Weihbischof Karl Schrod feierlich konsekriert, die Einweihung erfolgte jedoch bereits im Jahr 1909.

Veröffentlicht Saarbrücker Zeitung: 08.08.2009

Bild/Postkarte, abgeschickt im September 1908 von Pfarrer Peter Grefrath und heute im Besitz von Otto Wilhelm.

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Hier ist ein Bild des Mittelschiffes der Laurentiuskirche nach 1909. Genaue Datierung ist derzeit nicht bekannt.

Mittelschiff Laurentiuskirche Hülzweiler nach 1909

 

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Unsere neue Kirche 1909

(Bericht: Heinz Bernard)

Bild von Josef Ney, Künstler aus Fraulautern

Nachdem die Frage des Baugeländes durch eine Schenkung seitens der Gemeinde geklärt war, stand dem Baubeginn einer neuen Kirche nichts mehr im Wege. Am 20. 09.1908 wurde der Grundstein gelegt. Sie wurde unter Beibehaltung des unteren Teiles des alten Turmes um die vorhandene alte Kirche gebaut. Nachdem Chor und Kreuzschiff zuerst fertig gestellt waren, wurde diese abgerissen und das brauchbare Material beim Neubau verwandt. Schon im Spätherbst 1909 geschah die Einweihung durch Herrn Dechant Kees aus Saarwellingen. Das neue Gotteshaus mit den Ausmaßen 44,98 m x 21,66 m war geplant mit 924 Sitz- und 476 Stehplätzen. Die Kosten für den Rohbau betrugen 130 000 Mark. Die breite, wuchtige Fassade wird von drei Portalen durchbrochen. Der dreistöckige Glockenturm wird von einem Zwiebeldach gekrönt und von zwei kleineren Helmtürmen flankiert. Das mächtige zweistöckige Hauptschiff, das getragen wird von schweren viereckigen Pfeilern, die gleichzeitig die beiden Seitenschiffe abtrennen, endet in der halbrunden Apsis des Chores. Diese Innenaufteilung der Kirche lässt die Form des Andreaskreuzes erkennen. Jeweils zwei romanische Fenster mit einer Höhe von 2,70 m und einer Breite von 1,58 m durchbrechen die Außenwände der Seitenschiffe, und die vier riesigen, 5,50 m x 1,80 m großen Fenster im Querschiff erhellen das Gotteshaus. Die gesamte Inneneinrichtung wurde durch Kollekten sowie Spenden von kirchlichen Vereinigungen, Privatpersonen und Familien finanziert.

Der reichgegliederte, 9,50 m hohe und 4,50 m breite Barockaltar ist schlechthin das Schmuckstück der Kirche. Auch die beiden Seitenaltäre, der Marien- und der Josefsaltar sind in ihrem Aufbau eine Wiedergabe des dreistufigen Hauptaltars. Zu diesen drei Meisterwerken der Altarbaukunst gehört auch die neubarocke, reichverzierte Kanzel. Man war von den Arbeiten Karl Dörrs aus der Saulgauer Kunstanstalt so angetan, dass er auch den Auftrag für die beiden schweren Beichtstühle erhielt.

Beim Einsturz des Kirchendaches durch Granattreffer in den Kriegsjahren 1944/45 wurden die vier herrlichen Deckengemälde der Gebrüder Schaffroth aus Aachen sowie viele weitere Kunstwerke zerstört. Nach der notdürftigen Instandsetzung des Gotteshauses und der Errichtung eines Notdaches konnte man das Weihnachtsfest 1945 in einem abgetrennten Raum feiern. In den folgenden Jahren war die Kirche infolge der Renovierungs-  und Umgestaltungsarbeiten, die erst im Jahre 1981 abgeschlossen waren, immer wieder eine Baustelle.  

(Weitere Informationen über den Bau der Kirche, über den Umbau, die Orgel, die Glocken, das neue Deckengemälde sowie die neuen Fenster finden sie im Kirchenführer der Pfarrkirche Hülzweiler sowie in der Schriftenreihe „Mein Heimatort Hülzweiler“, besonders Heft 18.)  

Unterkategorien

Kirchenführer St. Laurentius Kirche Hülzweiler

Entstehung & Beschreibung & Renovierung

Herausgeber: Kath. Pfarramt „St. Laurentius“ Hülzweiler
Redaktionelle Bearbeitung: Heinz Bernard, Günther Altmaier, Otmar Fechler

 

   

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