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Geschichtlicher Rückblick

(Heinz Bernard)

Ein kurzer geschichtlicher Rückblick gibt uns Auskunft über die territoriale Zugehörigkeit unseres Dorfes zu jener Zeit.

Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation übernahm nach dem Tode seines Vaters „Karl der Große“ ( + 840 ) sein Sohn Ludwig. Im Vertrag zu Verdun 843 teilten dessen Söhne Lothar, Karl und Ludwig das Reich unter sich auf. Lothar erhielt die Kaiserwürde und das Mittelreich mit Italien, Karl das Westreich (Frankreich) und Ludwig das Ostreich (Deutschland). Das Mittelreich wurde wieder geteilt und unter Lothar II. taucht zum ersten Mal der Name „Lothringen“ auf, das unter Kaiser Otto I. in die Herzogtümer Ober- und Niederloth-ringen aufgespaltet wurde. Hülzweiler gehörte über Jahrhunderte hinweg zum erstgenannten Herzogtum. In der Stiftungsurkunde des Klosters Fraulautern im Jahre 1154 wird unser Dorf als Besitztum des Klosters erwähnt. Die Schirmherrschaft besaßen die Grafen von Saarbrücken. Laut Vertrag vom 25.08.1581 zwischen dem Grafen Philipp von Saarbrücken und dem Herzog Karl III. von Lothringen wurden die Ortschaften rechts der Saar, die zum Herrschaftsbereich des Klosters Wadgassen gehörten, der Grafschaft Nassau – Saar-brücken zugesprochen. Alle anderen, dazu gehörten auch Hülzweiler und Griesborn, als Besitztümer des Klosters Fraulautern, blieben im Herzogtum Lothringen. Im Laufe des 30 jährigen Krieges eroberten die Franzosen im Bündnis mit den Schweden das Herzogtum Lothringen, so dass auch unsere Heimat unter französische Herrschaft geriet. Erst im Frieden von Ryswick 1697 wurde Lothringen wieder selbständig und Hülzweiler wieder lothringisch, obwohl die klösterliche Herrschaft von Fraulautern in der Bannmeile der französischen Festung Saarlouis lag, die  von 1680 – 1683 auf lothringischem Boden erbaut wurde. Um 1690 wurden die ersten Karten unserer Heimat erstellt. Die endgültige Regelung der politischen Verhältnisse der Festung sowie der Ortschaften in der Bannmeile wurde 1718 in Paris so festgelegt, dass Saarlouis und diese Orte französisches Staatsgebiet waren. Unser Dorf lag auf lothrin-gischem Gebiet, in der Gerichtsbarkeit des Kloster Fraulautern, das seinerseits unter der Oberhoheit des französischen Königs stand. Die offizielle Amtssprache war französisch. Im Friedensvertrag von Wien 1738 wurde festgelegt, dass nach dem Tode des Herzogs Stanislaus das Herzogtum Lothringen an Frankreich fällt. Während seiner Regierungszeit wurde unsere Heimat neu vermessen, Grenzen festgelegt und erste Karten angelegt. In dieser Zeit entstand auch die älteste Karte, auf der auch unser Dorf „Holtzweiller“ verzeichnet ist. Nach dem Tode von Herzog Stanislaus im Jahre 1766 wurde unser Dorf endgültig französisch. Die 1789 beginnende französische Revolution und die Herrschaft Napoleons wirkten sich in territorialer Hinsicht nicht auf unser Dorf aus. Erst nach der Niederlage der Franzosen gegen die Preußen im Jahre 1815 kam unsere Heimat zu Preußen. 

   

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© Hans Günter Groß