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Die Wassereinzugsstollen (Wasserstollenanlagen)
innerhalb des Gemeindebannes Hülzweiler

Otto Wilhelm: Im östlichen Teil des Gemeindewaldes‚im Großbereich Peterborn und Schwarscht‚ stehen vier dieser Anlagen. Nr.1. steht auf Schwarscht‚ nahe dem Franzenwald‚ Nr.2 steht in der Nahe des neuen Wasserhochbehälters‚ Nr.4 steht östlich v.diesem an der Autobahn, und Nr.4 steht oberhalb der Freilichtbühne‚ nahe der Wassertretanlage.In der Flur 3 Rodenacker‚ nahe dem Schützenhaus steht eine weitere kleine Anlage‚ die den alten Rodenackerbrunnen mit Wasser versorgt. Die Geschichte dieser Anlagen‚ die früher von großer Bedeutung waren, liest sich folgendermaßen.: In den früheren Jahrhunderten litt Hülzweiler konstant unter Wassermangel‚ worüber es schon sehr früh konkrete Berichte gibt (siehe Chronik v.Hü). Um die Mitte des 19. Jahrh. versuchte man nun diese Mängel zu beheben. Der Ortsvorsteher J.Schwinn richtete am 10.12.1847 eine Eingabe an den königl. Landrat in Saarlouis die Bitte‚ man-möge doch der Gemeinde behilflich sein‚ die vorhandenen Quellen zu fassen und mit Deicheln(Rohre) in das Dorf zu leiten.
Aus einem Sitzungsorotokoll vom 7.1.1854 geht hervor, daß dieses Projekt erfolgreich angegangen wurde. Im Protokoll wird von drei Wassertrögen geschrieben‚ die von drei namentlich genannten Personen gegen Entgelt Jährlich gereinigt werden. Es werden aber spater immer wieder Klagen laut über zu wenig Wasser im Ort. So wird im Jahre 1874 der Rodenackerbrunnen auf dem Grundstück von Johann Wilhelm gebaut und von dort noch mehr Wasser zu den Brunnen geführt.(siehe Chronik v. Hü). Um das Jahr 1880 treten in Hülzweiler und Umgebung zahlreiche Fälle von Tyohus auf. So wird in einem Schreiben vom 2.10.1880 vom damaligen Orstvorsteher Jungmann ani den Bürgermeister War1imont in Fraulautern darauf hingewesen‚ dass alle Brunnen und Deichein gereinigt werden und auch der Lochbach saniert werde.
Ein Schreiben des Orstvorstehers Jungmann vom 22.Mai 1888 berichtet aber wieder über Wassermangel infolge zu kleiner Rohre der Leitungen in das Dorf. Der Wassermangel blieb also bestehen. Im Jahre 1894 wurde Nikoliaus Strauß zum Ortsvorsteher gewäh1t‚ der sofort das Wasserprobiem energisch anging. Gegen Widerstand der Grubenbehörde begann er die noch vorhandenen Quellen im Bereich Peterborn zu fassen und er berichtet am 14.11.19o2‚ über Messungen auf Peterborn‚ die eine Menge von 2o Liter pro Queiie und Minute ergeben. Am 12.12.1905 schreibt der Grubensteiger Both an den Bürgermeister Vacano v. Frau1autern‚ dass die Bohrungen auf Peterborn zügig voran gehen und er den Arbeitern den gleichen Lohn wie auf der Grube zugesichert habe. Anscheinend war man zu einer gütlichen Einigung mit der Grubenverwaltung gekommen.
In den folgenden Jahren wurden nun die erwähnten Wasserstollenanlagen gebaut und die Wassermengen in die Pumbenstation Brunnenstraße ge1eitet.In einem Protokoll vom 1.4.19o9 wird sogar von einem Wasserstollen auf Peterborn berichtet‚ der über die Grenze des Bannes zu Schwarzenhoiz nnt Einverständtniss des Nachbarn getrieben wird. Im Jahre 1913 wird auf dem Schützenberg der sogenannte‚ "Wasserbassin" gebaut‚ der durch die Pumpenstation in der Brunnenstraße gefüllt wird. Die Wassereinzugstollen und der Wasserbassin sind heute noch vorhanden und führen (außer dem Bassin) auch noch Wasser. Der Zustand der Anlagen sind noch relativ gut‚ die Umgebung doch sehr verwildert.

Anmerkung Hans Günter Groß: Ich habe die Anlagen alle in 2013 besichtigt. Alle Anlagen sind Sanierungsbedürftig  Der Dom an der A8 (nördlich) war so zugewachsen, dass ich ihn erst nach mehrmaliger Suche fand. Eine Erschließung durch Beschilderung und Zugangspfade würde eine Aufwertung für den Waldlehrpfad darstellen.

Genaue Lage und Bilder (Koordinaten und Googel-Earth/Maps-Link) finden Sie in unter "Bilder/Wasser von Hülzweiler". Noch spannender und gesünder ist es natürlich diese selbst in den Wald suchen zu gehen.

   

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© Hans Günter Groß